Groundhopping in Deutschland: kleine Stadien, große Geschichten
- Rubrik
- Auswärtsfahrten
- Veröffentlicht am
- 20. Mai 2026
- Lesezeit
- 5 Min.
Groundhopping heißt für viele: möglichst viele Stadien, möglichst schnell. Für andere heißt es, samstags einen Sportplatz zu suchen, dessen Namen keine Navigationsapp kennt, und dort den besten Fußballnachmittag des Monats zu erleben.
Groundhopping beginnt mit der Anreise
Die schönsten Plätze liegen dort, wo der Bus zweimal am Tag fährt. Wer sie erreichen will, plant die Anfahrt wie eine kleine Wanderung: Bahn bis zur Kreisstadt, dann Rad oder Mitfahrgelegenheit vom Marktplatz.
- Ein Spielplan der untersten Ligen
- Eine Regenjacke, immer
- Kleingeld für Eintritt und Bratwurst
Was die kleinen Plätze bieten
Eine Holztribüne mit vierzig Sitzen, ein Vereinsheim mit Pokalvitrine, ein Platzwart, der die Geschichte jeder Flutlichtlampe kennt. Und Gespräche am Zaun, die in keiner Arena der Welt stattfinden.
Wer hundert große Stadien gesehen hat, kennt den Fußball. Wer hundert Dorfplätze gesehen hat, versteht ihn.
Das Heft führt ab dieser Ausgabe eine Karte der besuchten Plätze, mit Anreise, Eintritt und einer Notiz zur Wurst. Vorschläge aus der Leserschaft sind ausdrücklich willkommen, die Kontaktseite steht offen.
Drei Plätze für den Anfang
Für den Einstieg empfiehlt das Heft drei Arten von Zielen: einen Platz mit alter Holztribüne, einen Hartplatz mit Flutlicht aus den Siebzigern und ein Waldstadion, bei dem der Name Programm ist. Alle drei Typen finden sich in fast jedem Landkreis, oft keine dreißig Kilometer voneinander entfernt. Wer die Anfahrt mit dem Rad plant, verbindet den Spieltag mit einer Tour und lernt nebenbei die Region kennen. Der Eintritt liegt selten über fünf Euro, und die Gespräche am Zaun gibt es kostenlos dazu.