Fahrgemeinschaft zum Auswärtsspiel organisieren: der kleine Konvoi

Rubrik
Auswärtsfahrten
Veröffentlicht am
30. Apr. 2026
Lesezeit
4 Min.
Fahrgemeinschaft zum Auswärtsspiel organisieren: der kleine Konvoi

Nicht jede Auswärtsfahrt füllt einen Bus. In der Kreisliga besteht der Konvoi oft aus vier Autos, einer Thermoskanne pro Rückbank und einer Nachrichtengruppe, in der am Donnerstag die Plätze verteilt werden.

Die Fahrgemeinschaft braucht einen Kümmerer

Beim SV an der Höhe übernimmt das seit Jahren derselbe Rentner. Er sammelt die Namen, verteilt die Mitfahrer nach Wohnort und schickt am Freitagabend die Abfahrtszeiten. Wer absagt, sagt bei ihm ab, nicht in der Gruppe.

  • Treffpunkt: Parkplatz am Vereinsheim
  • Benzingeld: pauschal, in die Kaffeekasse
  • Rückfahrt: gemeinsam, niemand bleibt zurück

Vier Autos, eine Gerade

Am Zielort parken die vier Wagen nebeneinander, und aus den Kofferräumen kommen Fahnen, Klappstühle und der Korb mit den belegten Broten. Fünfzehn Leute reichen, um einen Gastplatz nach Heimspiel klingen zu lassen.

Ein voller Bus ist schön. Vier volle Autos sind eine Familie.

Auf der Rückfahrt läuft im ersten Wagen die Konferenz der Amateurligen, im letzten wird schon die nächste Fahrt geplant. Der Kümmerer notiert die Namen im selben Heft wie vor zwanzig Jahren. Es ist sein drittes.

Wenn der Konvoi wächst

An guten Tagen werden aus vier Autos acht, etwa beim Spitzenspiel im Herbst oder wenn die A-Jugend vorher gewonnen hat. Dann greift die zweite Regel des Kümmerers: Jedes Auto bekommt einen Zettel mit der Zieladresse und der Nummer des ersten Wagens, denn Navigationsgeräte streiten gern an Kreisverkehren. Angekommen wird gemeinsam, gewartet wird aufeinander, und wer eine Panne hat, wird nicht allein gelassen. Im letzten Winter hat der Konvoi einmal komplett auf einem Rastplatz gestanden, wegen eines platten Reifens. Das Spiel wurde verpasst, der Nachmittag trotzdem gerettet.

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