Schiedsrichter werden: die Ausbildung beim Landesverband
- Rubrik
- Vereinsleben
- Veröffentlicht am
- 12. Mai 2026
- Lesezeit
- 5 Min.
Schiedsrichter werden heißt: einen Lehrgang besuchen, eine Regelprüfung bestehen und dann sonntags dort stehen, wo sich sonst niemand hinstellt. Der Weg dorthin ist kürzer, als viele glauben.
Die Ausbildung im Überblick
Der Landesverband bietet die Lehrgänge mehrmals im Jahr an, oft kompakt an zwei Wochenenden. Auf dem Programm stehen Regelkunde, Spielbeobachtung und ein Lauftest mit Augenmaß.
- Mindestalter meist vierzehn Jahre
- Zwei Wochenenden Theorie und Praxis
- Eine Regelprüfung zum Abschluss
Was danach kommt
Die ersten Spiele pfeift man im Jugendbereich, begleitet von einem Paten, der nach dem Abpfiff die Szenen durchgeht. Die Vereine stellen die Neulinge, der Verband teilt die Spiele zu, und die Spesen decken Fahrt und Ausrüstung.
Beim ersten Anpfiff zittert die Hand. Beim zehnten kennt einen der halbe Spielkreis beim Vornamen.
Warum es sich lohnt
Wer pfeift, sieht den Fußball von innen: die Spielregeln, die Menschen, die eigene Ruhe unter Druck. Viele bleiben jahrzehntelang dabei, und die Besten des Jahrgangs steigen schnell auf. Der Spielkreis ehrt seine Unparteiischen einmal im Jahr im Vereinsheim, mit Urkunde, Handschlag und dem längsten Applaus des Abends.
Die Ausrüstung zum Start
Für den Anfang genügt die Grundausstattung: Trikot in zwei Farben, Pfeife, Karten, eine Uhr mit Stoppfunktion und das Regelheft für die Tasche. Viele Kreise stellen Neulingen ein Starterpaket, finanziert aus den Strafgeldern der Vereine, was eine gewisse Ironie hat und niemanden stört. Dazu kommt die Ansetzungsapp, über die Spiele angenommen und Spesen abgerechnet werden. Wer vier Spiele im Monat pfeift, hat die Ausrüstung nach einer Halbserie wieder eingespielt und nebenbei mehr Fußball gesehen als mancher Dauerkarteninhaber.